Wie geht es den Tieren in unserer Stadt?

Veranstaltungstipp – 20.04.21 um 19 Uhr über die Plattform Zoom

Wählen Sie sich über diesen Link bei Zoom ein:  https://gruenlink.de/1zic

Wie geht es den Tieren in der Stadt? 🐕‍ Schwerpunkt Hunde 🐕‍🦺Jule Thumser von der Hamburger Hundelobby ist als…

Gepostet von Lisa Maria Otte am Samstag, 17. April 2021

Jule Thumser von der Hamburger Hunde-Lobby ist eingeladen, mit den beiden Bürgerschaftsabgeordneten Lena Zagst (HH Mitte) und Lisa Maria Otte (Sprecherin für Tierschutz) und Ihnen über Tiere in unserer Stadt zu sprechen. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „GRÜNE Stunde“ von GRÜNE Hamburg Mitte.

Der intensive Austausch mit Tierschutzvereinen ist aus Sicht von Lisa Maria Otte unverzichtbar für eine fundierte Hamburger Tierschutzpolitik. Bei einem ersten Treffen am 8. September 2020 im Franziskus Tierheim hat die Hunde-Lobby (vertreten durch Michael Wahlert und Jule Thumser) auf die Probleme hingewiesen, die nach ihrer Beobachtung durch das strenge Hamburger Hundegesetz entstanden sind.

https://www.hundelobby.de/2020/09/15/politikerin-mit-tierschutzkompetenz/

Konstruktiver Meinungsaustausch zwischen (v.l.n.r.) Michael Wahlert, Jule Thumser, Frank Weber, Lisa Maria Otte und Falk Schmidt-Tobler im Franziskus-Tierheim. Foto: Katrin Meyer

Hintergrund zum Verein Hunde-Lobby e.V. von Jule Thumser

Die Hunde-Lobby Hamburg hat sich im Juli 2004 aus mehreren Interessengemeinschaften und Initiativen von Hundefreunden aus verschiedenen Hamburger Stadtteilen gebildet. Im Juli 2005 ist aus diesem losen Verbund engagierter Hundehalter der Hunde-Lobby e.V. geworden.

In den angeschlossenen Stadtteil-Initiativen, wie auch innerhalb der Hunde-Lobby, setzen sich alle ehrenamtlich gegen die Auswirkungen des neuen Hundegesetzes und den damit verbundenen generellen Leinenzwang sowie die völlig willkürlichen Rasselisten ein. Die Hunde-Lobby fordert, die Verantwortung für die Leine wieder zurück in die Hände der Halter/innen zu geben. Die Hunde-Lobby wirbt darüber hinaus für ein verantwortungsvolles Auftreten der Hundehalter/innen in der Öffentlichkeit und eine Verbesserung des Klimas zwischen Bürger/innen mit und ohne Hund. Dazu gehören gut erzogene Hunde, die niemanden belästigen, genauso wie das Entfernen der Hinterlassenschaften der Vierbeiner, aber auch gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz – für ein freundliches Miteinander von Mensch und Hund!

https://www.hundelobby.de/verein/

Text zitiert von der Website des Vereins.

No-Gos unter dem Weihnachtsbaum

Für viele Tierschutzvereine ist klar: Tiere sollten kein Geschenk zu Weihnachten sein. Weder als süßer Welpe noch als tierischer Anteil in einem Produkt. Diese drei Fakten sollte jede*r kennen, um beim Weihnachts-Shopping nicht daneben zu greifen.

1. Woll-Pulli aus Merino mit Po-Verstümmelung

Ich bin mehr als nur ein Woll-Lieferant!
Mehr als nur ein Woll-Lieferant! Foto: Sam Carter/Unsplash

Hält man einen Pullover aus Merino-Wolle in den Händen, kommt diese wahrscheinlich aus Australien. Das Land hat sich auf Merino spezialisiert, obwohl die Bedingungen äußerst ungünstig sind: es gibt große Probleme mit Fliegen, die den Schafen gern in die überlappenden Hautfalten am Po kriechen. Die einfachste “Lösung” des Problems ist das Mulesing, wobei den Tieren radikal das Hinterteil abgeschnitten wird. Trotzdem gilt Merino als eine besonders hochwertige Wolle, die sowohl in Modegeschäften als auch in Outdoor-Läden weit verbreitet ist. Das Besondere an Merinowolle ist, dass die Faser innen hohl ist und so nicht nur super wärmt, sondern auch viel schneller trocknet als andere Wollsorten.

Öko-Labels verwenden deshalb keine australische Wolle, sondern aus Europa, Neuseeland, Südamerika oder Südafrika. Wolle anderer Schafrassen sind auch frei vom sogenannten Mulesing. Ein empfehlenswertes Siegel, auf das man achten kann, ist das GOTS-Label, das Wolle ohne Mulesing garantiert und darüber hinaus weitere wichtige Umweltkriterien berücksichtigt.

Weitere Infos zum Thema Merino-Wolle:

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/tiere-suchen-ein-zuhause/video-mulesing-grausamer-standard-in-der-australischen-wollproduktion-100.html

https://www.vier-pfoten.de/kampagnen-themen/themen/nutztiere/schafe

https://www.tierschutzbund.de/aktion/mitmachen/verbrauchertipps/merinowolle/

2. Daunen-Jacke aus Lebendrupf

Ob Mantel, Schlafsack oder Bettdecke: Daunen sind nicht nur leicht und fluffig, sie halten einfach auch sehr gut warm. Leider ist mit dem Rupfen der Federn aus Gänsen und Enten oft ein schweres Tierleid verbunden. Entendaunen stammen nach Angaben des Deutschen Tierschuzbundes oft von getöteten Tieren aus Stopfleberfarmen. So unterstützt man ungewollt eine quälerische Praxis, die in Deutschland zurecht verboten ist. Gänse werden hingegen auch in Deutschland mit Einschränkungen noch lebend gerupft. 

Tierschutzvereine raten deshalb dazu, auf Produkte mit Daunen und Federn ganz zu verzichten. Es gibt aber auch Siegel, an denen Daunen aus Totrupf zu erkennen sind: Der Global Traceable Down Standard (TDS), der Responsible Down Standard (RDS) für Kleidung und der Downpass bei Bettdecken und Kissen. Mittlerweile gibt es auch Unternehmen, die Daunen aus alten Bettdecken wieder aufarbeiten und mit diesen Recycling-Daunen neue Mäntel oder Decken herstellen.

Lisa Maria Otte in der Arche Warder
Gänse haben ein Leben ohne Leid verdient. Foto: Frederik Otte

Kleidung mit GOTS-Siegel gibt es in Hamburg hier:

https://peppermynta.de/fair-fashion/fair-fashion-stores-in-hamburg-faire-mode/

https://hamburg.mitvergnuegen.com/2017/11-faire-mode-aus-hamburg/ 

3. Echter Pelz als billiger Ersatz für Kunstpelz 

Falle "Kunstpelz" - Billigpelz stammt häufig doch von Tieren.
Falle „Kunstpelz“ – Billigpelz stammt häufig doch von Tieren. Foto: Monica Nick/Unsplash

Seit einigen Jahren ist der Echtpelz zurück in den deutschen Kleiderschränken: als Kragen an Parkas oder Bommel an Mützen und Anhängern. Neben einigen teuren Marken findet sich echter Pelz aber auch an günstiger Kleidung. So billig, dass es nicht echt sein kann? Oh doch! Die schlimmen Bedingungen auf den Pelzfarmen und in der Weiterverarbeitung machen es möglich. Leider gibt es keine zuverlässige Kennzeichnung an der Kleidung. Bei Zweifeln erkennt man echten Pelz daran, dass die Haare sich leichter im Wind wiegen und an der Haarwurzel die Haut des Tieres zu sehen ist (Leder und nicht Textil). Wer genau wissen will, wie sehr Marderhunde, Kaninchen, Nerze, Hunde und Katzen für Pelz leiden, wird bei Peta fündig: https://www.peta.de/hintergrundwissen-pelz

Ansonsten reicht vielleicht der Hinweis: Einfach nicht kaufen.

Weitere Infos über Pelz:

https://www.vier-pfoten.de/kampagnen-themen/themen/mode-und-tierschutz/pelz-industrie/die-wahrheit-ueber-pelz

https://www.tierschutzbund.de/aktion/mitmachen/verbrauchertipps/pelzprodukte/

https://www.dw.com/de/pelzmode-ein-auslaufmodell/a-55529908

https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018-02/tierschutz-pelz-fellkragen-mode-nerz-fuchs-fleischkonsum