Antrag, Ehrenamt, Pressemitteilungen, Tierschutz, Wildtiere

Hilfe für Tiere in Not

Eichhörnchen (c) Mahury M für Unsplash

Pressemitteilung der Grünen Bürgerschaftsfraktion vom 29. Juni 2026.

Rot-Grün will Wildtierauffangstationen staatlich anerkennen

Bisher gibt es in Hamburg noch keine staatlich anerkannten Auffangstationen für verletzte und hilfsbedürftige Wildtiere. Ihre Versorgung wird stattdessen häufig von privaten Initiativen und Vereinen übernommen. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen deshalb prüfen, welche Einrichtungen auch offiziell als Wildtierauffangstationen anerkannt und somit bei ihrer Arbeit unterstützt werden können. Über den rot-grünen Antrag entscheidet die Hamburgische Bürgerschaft in ihrer Sitzung am 1. Juli.

Dazu Lisa Maria Otte, Sprecherin für Tierschutz der Grünen Fraktion: „Hamburg ist das Zuhause vieler Wildtiere. Durch den Straßenverkehr, technische Geräte wie Mähroboter oder  Müll sind die Tiere in der Stadt jedoch großen Gefahren ausgesetzt und verletzten sich immer wieder. Dass die Tiere in solchen Fällen gut versorgt werden, ist zum großen Teil dem Engagement vieler Freiwilliger zu verdanken. Ohne Fördergelder der Stadt haben sie über Jahre hinweg Wildtierstationen aufgebaut und versorgen dort hilfsbedürftige Eichhörnchen, Igel, Singvögel und viele andere Tierarten. Damit diese wichtige Arbeit erhalten bleibt, wollen wir geeignete Vereine und Initiativen als offizielle Wildtierauffangstationen anerkennen lassen und  im nächsten Schritt auch finanziell fördern. Wer ein verletztes Wildtier findet, hat so außerdem klare Anlaufstellen. So schützen wir die Tiere und fördern die Artenvielfalt in unserer Stadt.“

Hintergrund:
Nach § 45 Absatz 5 Bundesnaturschutzgesetz können die zuständigen Behörden Wildtier-Auffangstationen offiziell benennen. Diese übernehmen die Pflege, Versorgung und spätere Wiederauswilderung verletzter, kranker oder hilfsbedürftiger Wildtiere. In Hamburg wird die Versorgung derzeit von unterschiedlichen Akteuren getragen: Die Stadt verfügt mit dem Schwanenvater und seinem Team über eine eigene Struktur für jagdbare Wildtierarten, daneben leisten Vereine und Initiativen seit Jahren mit hoher fachlicher Expertise einen wesentlichen Beitrag bei der Versorgung weiterer Wildtiere.